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Teppich Lexikon


In diesem Bereich finden Sie alle Informationen, die Sie über unsere Teppiche wissen müssen. Bilden Sie sich weiter, mit unseren umfangreichen Teppich-Informationen!

Materialarten

Polypropylen

Einer der neuesten Massenkunststoffen ist das Polypropylen. Besonders in der Teppich-Branche ist diese synthetische Chemiefaser stark vertreten. Zu den typischen Eigenschaften dieses Materials gehört die sehr hohe Beständigkeit gegenüber Lösungsmitteln. Polypropylen sorgt zudem für eine sehr geringe statische Aufladung von Teppichen und ist absolut fusselfrei. Die hohe Hitzebeständigkeit dieses Materials sorgt für eine gute Eignung für Fußbodenheizungen.

 

Polyamid

Im Bereich der Teppiche wird die synthetische Polyamidfaser auch Endlosfaser genannt. Verscheißfest, Zäh und schmutzabweisend sind die Haupteigenschaften dieses Materials. Das sind die Gründe für die Anwendung im Bereich der Heimtextilien und Bekleidung. Teppiche aus Polyamid sind zudem weich, fusselfrei, hautfreundlich sowie sehr pflegeleicht

 

Polyacryl

Die aus Polynitril hergestellten Endlosfasern sind zumeist mechanisch so behandelt, um die Griffigkeit und Abriebfestigkeit zu erhöhen. Deshalb wirkt Polyacryl flaschiger und verleiht den Textilien einen wollartigen Charakter. Dadurch kann Polyamid mit Baumwolle oder wolle vermischt werden, ohne deren Eigenschaften zu beeinflussen. Lichtbeständig, weich, warm, fusselfrei, pflegeleicht und antistatisch. Als Japan- oder Taiwan-Polyacryl wird besonders hochwertiges Polyacryl bezeichnet.

 

Polyester

Ein Drittel der synthetischen Kunststoffe im Bereich Heimtextilien bestehen aus Polyester. Die hohe Licht- und Formbeständigkeit sowie die Fusselfreiheit sind die Qualitätseigenschaften dieses Materials. Die Polyester-Fasern verleihen zudem dem Teppich ein besonders edles Aussehen. Die hohe Strapazierfähigkeit ist auch bei Polyesterprodukten ein entscheidender Faktor.

 

Baumwolle

Trotz des Booms von synthetischen Fasern ist die Baumwolle noch immer der bedeutendste Rohstoff für die Textilindustrie. Als Naturprodukt besteht Baumwolle aus Cellulose, die am öftesten vorkommende organische Verbindung. Die Eigenschaften von Baumwolle sind die hohe Hautverträglichkeit, Farbechtheit und die Widerstandsfähigkeit. Besonders für Allergiker eignet sich dieses natürliche Material.

 

Wolle

Wie die Seide ist die Seide eine tierische Proteinfaser und dabei dem menschlichem Haar sehr ähnlich. Da es sich hierbei um ein Naturprodukt handelt, wird es sehr gerne im Bereich der Heimtextilien und Bekleidung verwendet.

 

Kokos

Ein Naturprodukt, das aus der Holle der Kokospalmenfrust besteht. Die Kokos-Fasern sind äußerst elastisch, leicht und bruchfest. Auch die Qualität des Garns ist durch hohe Strapazierfähigkeit geprägt. Kokosteppiche bieten eine gute Wärmeisolierung. Zudem sind sie pflegeleicht und schalldämpfend.

 


Herstellungsarten


Maschinell getuftet / Tufting Verfahren

Das englische Wort Tufting bedeutet übersetzt " sticken ". Beim maschinellen tuften mit Hilfe einer großen Nähmaschine das Garnmaterial in Form einer Schlinge in das Trägermaterial eingestickt. Die freien Schlingen werden auf der Rückseite des Teppichs geformt und verankert.

Zur Stabilisierung wird zum Schluss der Teppich mit einem Textil-, Schaum- oder Vliesrücken versehen.

Getuftete Teppiche gibt es in unterschiedlichen Varianten: In Form von Schnittflor, der mit aufgeschnittenen Schlaufen eine samtige Oberfläche bietet. Oder in Form von Schlingen mit geschlossenen Schlaufen, die einen robusten und rustikalen Eindruck verleihen.

 

Maschienengewebt

Die häufigste Methode bei der Teppichherstellung ist das maschinelle Weben. Hierbei werden mit Hilfe von computergesteuerten Maschinen so genannte Bindungen im Gewebe zusammengehalten. Das Gewebe besteht aus senkrechten Fäden (die Kette) sowie aus horizontalen Fäden (der Schuss).

Die Fadendichte in Kette und Schuss zeigt die Qualität des Gewebes.

Um die Stabilität des Teppichs hochwertig zu halten wird eine spezielle Veredelungsmethode angewandt: Die Rückseite wird meiner Appretur versehen, die zu einer hohen Strapazierfähigkeit führt.

 

Handgetuftet / Handtuft

Das englische Wort Tufting bedeutet übersetzt " sticken ". Dabei gibt es sowohl die maschinelle als auch die handgemachte Methode. Beim Handtufting wird von der Rückseite des Gewebes mit einer Garnpistole das Garn eingeschossen. Auf der Vorderseite des Gewebes lassen sich dabei Schnitt- oder Schlingenformen bilden.

Der Schnittflor, mit seinen aufgeschnittenen Schlaufen, bietet eine samtige Oberfläche. Oder der Schlingenflor mit geschlossenen Schlaufen, die einen robusten und rustikalen Eindruck verleihen.

 

Handknüpfung

Es handelt sich hierbei um eine Methode der Handarbeit, die hauptsächlich an einem Knüpfstuhl verrichtet wird. Die einzelnen senkrecht verlaufenden Kettfäden werden auf einem viereckigen Rahmen befestigt und individuell nebeneinander platziert. Die Dichte der Kette hat Einfluss auf die Feinheit der Knüpfung.

Der daraus resultierende Schuss wird anschließend mit einem Kamm auf die fertig geknüpfte Reihe aufgeschlagen. Die Feinheit und der Wert des Teppichs wird an der Anzahl der Knoten je qm festgemacht.




Geschichte des Teppichs


Der erste Teppich


Auf Tontafeln von asyrischen Händlern aus dem 19. Jahrhundert vor Christus wurden Schriften gefunden, die das Verwenden von handgeknüpften Teppichen und textilen Bodenbelägen beweisen.

Der älteste gefundene Teppich wird aus dem fünften Jahrhundert vor Christus vermutet. Dieser wird als Teppich von Pazyryk bezeichnet, weil er bei Ausgrabungen im dortigen Altaigebirge gefunden wurde.

Kette, Schuss und Knüpfung des Teppichs bestehen aus Wolle. Die Knüpfung erfolgte durch symmetrische Knoten.

Seine Größe? Genau 183 x 198cm. In St. Petersburg im Eremitage-Nationalmuseum kann man dieses Einzelstück bewundern.

Im Jahr 1949 entdeckte die Sowjetische Armee diesen Teppich im zentralen Altaigebirge. Der älteste fast vollständig erhaltene Teppich.

Das komplexe Muster des Ornamentschmucks, die feine Arbeit sowie die beeindruckende Technik machten Ihn schon damals zu einem wunderschönen Kunstwerk.

 

 

Geschichte des europäischen Teppichs

 

Im Jahr 710 n. Chr. gründeten die, aus Nordafrika kommenden, Mauren in Spanien eine Dynastie und brachten dabei die Fertigkeit des Teppichknüpfens mit. In der spanischen Stadt Córdoba entstand eine Art Teppichindustrie.

Die Nasriden bauten als islamische Dynastie die Festung Alhambra oberhalb der Stadt Granada. Zum Stadtsymbol wird der Granatapfel erklärt. Später wird dieser sogar länderübergreifend als Ornament in der Textil- und Teppichmusterung angewandt.

Eine eigene und ziemlich bedeutende Teppichindustrie bildete sich auch in Frankreich im 17.Jahrhundert. Die Aufträge kamen vom Hofe Ludwigs XIV. In Paris entstand die bekannte Gobelin-Werkstatt in Paris im Jahr 1662. Später breitete sich eine weitere wichtige Teppichindustrie in Zentralfrankreich in der Stadt Aubusson aus. Doch auch in Nordfrankreich und Flandern waren Städte wie Arras, Brügge, Brüssel, Gent, Lille, Tourcoing und Tournay für Ihre Teppichindustrie bekannt.

In England wurden Teppiche bereits im Zeitraum von 1570 bis 1603 produziert. Dabei gibt es zwei Stilrichtungen zu unterscheiden:

1. Anatolische Vorlagen, die überwiegend geometrische Muster enthalten.

2. Persische Vorlagen, deren Muster von der persischen Miniaturmalerei inspiriert wurden.

Der berühmt Hulse-Teppich aus dem Jahr 1614 ist ein gutes Beispiel für persische Vorlagen. Seine Maße betragen 349 x 252cm. Kette und Schuss sind aus Leinen, die Knüpfung aus Wolle. Bei der Knüpfung wurden symmetrische Knoten benutzt. Der Teppich ist von seinem floralen Muster geprägt, sowie von den 21 Farben.

 

Aus der europäischen Teppichherstellung im 18.Jahrhundert überlebten einige Teppiche von drei Herstellern:

1. Exeter , Besitzer: Claude Passavant, 3 Teppiche

2. Moorfields, Besitzer: Thomas Moore, 5 Teppiche

3. Axminster, Besitzer: Thomas Whitty, mehrere Teppiche

Pflege- und Reinigungs-Tipps für Ihren Teppich

Auch der schönste Teppich ist irgendwann verschmutzt. Um Ihnen bei der Reinigung und Pflege Ihres Teppichs zu helfen, möchten wir Ihnen an dieser Stelle einige Tipps geben.

 

Staubsaugen

Der Schlüssel zu einem gepflegten und sauberen Teppich ist das Staubsaugen. Nicht nur synthetische, sondern auch natürliche Teppiche müssen regelmäßig und Staub und Fasern befreit werden.

Zur regelmäßigen Reinigung von Teppichen mit geschnittenem Flor empfehlen wir die Verwendung von guten Staubsaugern oder Teppichklopfern. Sie brauchen nicht beunruhigt zu sein, falls Sie in den ersten Wochen eines neu ausgelegten Teppichs gelöste Kunstfasern auf dem Flor entdecken. Das ist besonders am Anfang völlig normal. Nach einigen intensiven Staubsaug-Einheiten ist dieses "Problem" behoben.

 

Nassreinigung / Feuchtreinigung

Die einzige empfehlenswerte Methode ist das Shampoonieren. Nur so ist der Teppich vor Durchnässen geschützt. Einen milden Teppichreiniger sollte man nach Anweisung des Herstellers verdünnen und von der Mitte, kreisförmig in einander überlappenden Abschnitten einmassieren. Hierbei verwenden Sie bitte eine weiche Bürste.

Mit dieser gründlichen Tiefenreinigung kann man die Farben des Teppichs wieder auffrischen. Nach kurzer Zeit sind die gereinigten Flächen wieder trocken und vollhygienisch.

 

Besondere Hinweise

Auch wenn bei den Teppichen häufig der Hinweis " Schmutzbeständig " oder " Strapazierfähig " gegeben ist, sollten starke Verschmutzungen auf den Teppichen vermieden werden. Besonders sollten die Teppiche vor Feuchtigkeit oder gar Durchnässung geschützt werden. Um Flecken zu entfernen benutzen Sie bitte nur ausgewiesene Teppichreiniger.

 

Fleckenentfernung

Man sollte die Flecken möglichst sofort behandeln, was entscheidend bei der Entfernung der Flecken ist. Flüssigkeiten mit saugfähigem, weißem Tuch oder Haushaltpapier auftupfen., den lose liegenden Schmutz mit Messer oder Löffel abkratzen und ausbürsten. Fleck generell von außen nach innen behandeln . Nicht reiben nur abtupfen.

 

  1. Nicht waschen
  2. Nicht chemisch reinigen
  3. Shampoonieren in Temperatur von 20-40 oC unter Verwendung einer weichen Bürste oder eines feuchten Schwamms. Den Teppich nicht Durchnässen. Den Schaum chemisch oder per Hand beseitigen.
  4. Der nasse Teppich sollte man nur bei Zimmertemperatur waagerecht hinlegen und trocknen lassen.
  5. Antistatisch ausgerüstet.
  6. Der Teppich ist dauerhaft unempfindlich gegenüber Stuhlrollen
  7. Eignet sich auf die Treppe.

 

 

 

 

 

 



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